OPTICOM präsentiert OPERA™
Die neue Generation von Meßsystemen für Audio-Codecs nach dem neuesten ITU-Standard "PEAQ"

Vorab-Presseinformation zur 106. AES Convention, München, 08.-11.05.1999
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Erlangen, 12. März 1999: Unter dem Namen OPERA™ stellt OPTICOM aufbauend auf dem "PEAQ"- Meßverfahren eine neue Generation von Meßsystemen vor, die von der Planung bis zum Betrieb die Messung, Optimierung und Überwachung der Audioqualität wirksam unterstützen. Bei der computergestützten neuen Meßsystemfamilie – der Name ist eine Abkürzung für "objective perceptual based analysis", zu deutsch "objektive wahrnehmungsangepaßte Analyse" – stehen leistungsfähige Algorithmen zur Nachbildung des menschlichen Gehörvorgangs zur Verfügung. Die Geräte sind dadurch in der Lage, die subjektive Bewertung einer Testperson oder gar ganze Hörtests im praktischen Betrieb zu simulieren. Entscheidend ist hierbei die Fähigkeit, genau wie das menschliche Gehör in einer Alltagssituation, also abhängig von Umgebungsgeräuschen, zwischen unhörbaren und mehr oder weniger stark wahrnehmbaren Störungen unterscheiden zu können. Nur so ergibt sich eine praxisrelevante Aussage über die "Quality of Service", also beispielsweise den Qualitätsstandard eines Broadcast-Netzes.

Die neue Meßsystemfamilie basiert auf einer PC-Workstation mit Pentium II Prozessoren und verwendet das anwenderfreundliche Betriebssystem Windows NT. Neben der komfortablen Anbindung an Datenbanken zum Erfassen von Meßergebnissen lassen sich somit die Systeme flexibel für automatische Meßaufgaben programmieren und problemlos in komplexe Meßabläufe integrieren. Wie von modernen Windows-Programmen bekannt, unterstützen "Assistenten" den Benutzer bei der Konfiguration der
Meßabläufe ebenso, wie bei der Auswahl der Bewertungsalgorithmen.

Nach einer mehr als vierjährigen, internationalen Zusammenarbeit unter der Federführung der ITU-R wurde im Dezember 1998 unter dem Namen "PEAQ" die neue Empfehlung zur Messung der wahrnehmbaren Audioqualität (engl. "Perceived Audio Quality") verabschiedet. PEAQ ist die Antwort auf die jahrelange Frage nach einem standardisierten objektiven Meßverfahren zur gehörrichtigen Bewertung der Tonqualität von Codecs, z. B. nach dem MPEG-Verfahren.

Das neue Standardmeßverfahren für die Bewertung von Tonsignalen hoher Qualität wurde in Zusammenarbeit von OPTICOM, dem Fraunhofer-Institut Erlangen, der Deutschen Telekom, der Universität Berlin, dem Institut für Rundfunktechnik München, KPN Holland, CCETT Frankreich sowie dem kanadischen Forschungsinstitut CRC definiert. Es kombiniert die bis dato bekanntesten psychoakustischen Meßverfahren zusammen mit neuesten Forschungserkenntnissen. Im Gegensatz zu früheren Standardisierungsrunden arbeiteten dabei in einer bislang einzigartigen Kooperation die Wissenschaftler der einzelnen Institutionen mittels Internet weltweit in einem "virtuellen" Entwicklungsteam zusammen.

Ausgerüstet mit dem neuen PEAQ-Verfahren ist das OPERA Meßsystem für den Einsatz im Studio- und Rundfunkbereich, zur Tonüberwachung beim Digitalen Fernsehen und in Satellitennetzen, sowie als Entwicklungswerkzeug für Software- und Gerätehersteller gerüstet. Darüber hinaus findet für Anwendungen in der Telekommunikation, im Mobilfunk oder auch "Voice over IP", dem Telefonieren im Internet, das PSQM+ Verfahren Einsatz, eine Weiterentwicklung des seit 1996 von der Internationalen Telekommunikations-Union (ITU-T) unter der Bezeichnung P.861 standardisierten Meßverfahrens.

Mit dem OPERA Meßsystem baut das 1995 aus dem Fraunhofer-Institut ausgegründete Unternehmen OPTICOM seinen Ruf für innovative Lösungen zur Steigerung der Audioqualität weiter aus. Dies schlägt sich in einer ständig wachsenden Zahl von internationalen Anfragen und Aufträgen, sowie in der Suche nach neuen Mitarbeitern nieder.
Source:
OPTICOM, Erlangen
Date:
2002-04-17
Contact: [info@opticom.de]

1 PEAQ - Perceptual Evaluation of Audio Quality


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